Wir sind bereits fest im neuen Jahr angekommen und der Frühling kündigt sich mit zarten Trieben an. Die Erneuerung ist in der Natur besonders deutlich zu erkennen. Doch wie sieht es mit uns Menschen aus? Wo finden sich in uns neue Anfänge – wie erneuern wir unsere Beziehungen? So wie wir ganz natürlich im Frühjahr unseren Garten umgraben und für die neue Jahreszeit herrichten, damit alles gut zum Blühen kommen kann, möchten wir euch mit diesem Impuls ermuntern, euren Alltag „umzugraben“, Beziehungen zu beleben und geben euch Tipps für euren Herzensgarten.
In dem Film „die Hütte – ein Wochenende mit Gott“ geht Gott mit McKenzie in einen wunderschönen, aber verwilderten Garten – in McKenzie´s Herzensgarten. Dort erklärt er, dass es wichtig ist, die bitteren Wurzeln auszugraben, denn sie töten die guten Samen und bringen keine Frucht hervor.
So sollen wir es auch in unseren Herzen machen! Erforschen wir uns, wo es bei uns Bitterkeit gibt und räumen wir sie aktiv aus, indem wir Frieden schließen, vergeben und vergessen. So können neue Beziehungen entstehen oder alte wieder zum Leben erwachen.
Darf Gott in deinem Herzensgarten sein Werk verrichten? Darf er dir zeigen, wo noch Unkraut oder bittere Wurzeln ausgegraben werden müssen?
Den Herzensgarten pflegen (von Natascha Erhardt)
Um Neues wieder pflanzen zu können, muss ein Boden vorher bearbeitet werden, dazu braucht man kein Profi zu sein. Auch unser Herzensgarten braucht Pflege. Gott weist uns bereits im Alten Testament daraufhin, dass wir für diese Pflege zuständig sind (Sprüche 4, 20 – 23).
Vor ca. zwei Jahren hat Gott begonnen, intensiver an meinem Herzen zu arbeiten. Ich begann, mich sehr viel mit dem Thema „Herz“ auseinanderzusetzen. Ich entdeckte, wie essentiell dieses Thema im Wort Gottes ist, und das das Herz die „Schaltzentrale“ meines Lebens ist. Ich musste mir eingestehen, dass nicht Andere für meine Reaktionen verantwortlich sind, sondern das jede Reaktion, gut oder schlecht, etwas über den Zustand meines Herzens verrät.
Zunächst wollte ich das nicht wahrhaben, denn es ist immer einfacher, bei Gott oder meinem Gegenüber die Schuld zu suchen (siehe Adam und Eva im Garten). Die Ehrlichkeit mir selber und Gott gegenüber, das tat oder tut manchmal ganz schön weh. Trotzdem entdeckte ich, dass dieser Schmerz mich auch wieder in eine Freiheit bringt.
Dazu braucht es manchmal ein gutes Gespräch mit Menschen, wo wir wissen, dass wir unser Herz geschützt öffnen können, die mit uns beten, die unsere Ehrlichkeit aushalten. Aber es braucht auch Zeiten der Stille, des Auseinandersetzens mit diesen Themen, die ich vielleicht schon lange vor mir herschiebe.
Wie kann unser Herz verändert werden?
Beginne, über die Wahrheiten des Wortes Gottes zu meditieren. Wie geht das?
Es reichen bereits 10 Minuten jeden Tag, in dem wir über eine Bibelstelle nachdenken, die immer wieder vor uns „hinmurmeln“, schwanger damit gehen. Wenn du z.B. Schwierigkeiten hast zu glauben, dass Gott dich bedingungslos liebt, dann suche eine Stelle, die darüber spricht (z.B.: Joh. 3,16).
Es ist ein Anfang, aber ich kann dir nur sagen: Es bringt dir Leben und Heilung. Wenn sich unser Herz verändert, werden daraus neue Blumen, Knospen, Blüten entstehen, die Beziehungen in jeglicher Hinsicht bereichern. Und du wirst erleben, wie es in deinem Inneren wieder zu blühen beginnt. Geduld und Beharrlichkeit sind dazu notwendig.
Auch wenn du nicht gleich etwas siehst, bleib dran!
Eure TEAM.F Redation