Gott macht Maßarbeit

Hast du das auch schon mal erlebt, dass Gott Maßarbeit macht? Ich durfte das am letzten Märzwochenende 2022 erfahren.

Mittwochabend kurz vor 19.00 Uhr: eine Freundin ruft an und fragt, ob ich nicht Lust hätte, zu dem Frauenwochenende „Frauen unter sich“ von TEAM.F ins Sölktal mitzukommen. Sie hatten sich zu viert angemeldet, allerdings konnte eine von ihnen aus familiären Gründen nicht mitkommen, deshalb wäre nun ein Platz frei… Ich erbat mir Bedenkzeit und nachdem nicht viel dagegen sprach, saß ich bereits einen Tag später im Auto und fuhr mit.

 Grundsätzlich mag ich Freizeiten, aber aus verschiedenen Gründen war mein Herz schwer. Schon seit einiger Zeit lief in meiner Familie und auch in meinem Glauben so manches nicht ganz rund. Ich spürte in mir eine große Sehnsucht: nach Veränderung, nach Frieden, nach Leben!

Bereits am ersten Abend traf ein Satz einer Mitarbeiterin bei mir voll ins Schwarze: „Ist deine Beziehung zu Jesus eine Liebesbeziehung, oder ist sie zu einer Arbeitsbeziehung geworden?“ Ich musste mir selbst eingestehen, dass von „Liebe“ oft nicht viel zu spüren war und vieles in meinem Glauben zu Routine und Pflichterfüllung geworden war. So begann Gott, an meinem hart gewordenen Herzen zu arbeiten und es wieder neu mit seiner Liebe zu füllen.

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Mir wurde klar, dass ich so mancher Lüge auf den Leim gegangen war und diese Lügen meine Sicht auf Gott, den Vater, verzerrt hatten.

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Im Rückblick auf diese Tage schrieb ich zu Hause folgendes auf:

>>Und danke, dass ich ganz nah zu Dir kommen kann, bis ganz vor zu Deinem Thron und mich als Deine geliebte Tochter auf Deinen Schoß setzen darf. Da ist mein Platz, da ist meine Bestimmung! Da ist der Ort, wo meine Seele Heilung findet, wo mein gebrochenes Ich wieder ganz wird.

Nein, ich muss nicht für Dich arbeiten – Du hast ja doch schon alles gemacht – Für MICH gemacht! Ich bin genug! Bei Dir darf ich einfach SEIN! Nichts leisten, nicht mein Bestes geben, nicht es den anderen recht machen. Ich muss nicht stark sein und den Schein nach außen wahren! Sondern ich darf einfach nur Deine geliebte Tochter sein, Dein Lieblings-Mädchen, Dein Kind, nach dem Du Dich schon so lange gesehnt hast. Das sich versteckt hatte hinter der Lüge des Tun-Müssens, des verkopften Glaubens, dessen Herz hart und undurchdringlich für die Liebe geworden war. Ich will spielen vor Dir, mein Abba! Und singen! Singen mit einer Stimme, die Du mir gegeben hast, um Dich zu loben und zu preisen! Und ich will mich  freuen – mit einer Freude, die von ganz tief drinnen kommt und heraussprudelt wie Wasser aus einer Quelle. Ich will vor Dir tanzen voller Leichtigkeit und glücklich sein. Lachen und strahlen, Kind sein – DEIN KIND SEIN!<<

 

Ja, dieses Wochenende hatte es in sich. Es hat so manches angestoßen und auf den Weg gebracht. Seitdem versuche ich mir bewusst Zeiten in meinem Alltag einzurichten, in denen ich Gottes Nähe suche um mich – bildlich gesprochen – auf seinen Schoß zu setzen und IHN zu genießen. Das gelingt mir mal mehr, mal weniger gut. Aber es ist ein Anfang!

Gott macht Maßarbeit! 

ER weiß genau, wann wir was brauchen! Und es ist ihm eine Freude, uns zu beschenken!

Monika Schorratz

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