Der Partner als Möbelstück?

Du bist schon länger mit deinem Partner / deiner Partnerin zusammen und ihr habt euch so richtig schön aneinander gewöhnt. Ihr müsst nicht mehr über den anderen nachdenken. Er/Sie ist ja immer da. Man kennt sich aus mit den Launen, den Wünschen und  Besonderheiten. Er weiß doch, dass er geliebt wird und Sie weiß das natürlich auch! Man versteht sich schließlich ohne Worte. – Der Partner / die Partnerin ist eher wie ein schönes Möbelstück geworden, über das man unbewusst mit der Hand streicht, wenn man an ihm vorbei geht…

Was tun gegen eingerostete Beziehungen?

Für Qualitätszeiten in der Partnerschaft sorgen.

Das bedeutet regelmäßige gemeinsame Zeiten mit dem Partner einzuplanen, die durch nichts anderes  gestört werden. Gleichgültig, welche Zeitspanne man wählt, einen Tag, einen Abend oder die Zeit vor dem Schlafengehen. Wichtig ist, dass diese Zeit nur für das Paar reserviert wird. Diese Zeit darf auch nicht missbraucht werden, um Probleme zu besprechen. Qualitätszeit sollte für den gegenseitigen Austausch von Gedanken, Gefühlen oder Zärtlichkeiten reserviert sein.

Gemeinsamkeiten schaffen.

Jede Liebe braucht ein drittes Element, das verbindet. Ob ein Paar regelmäßig Tennis spielen geht, sich mit Begeisterung für ein soziales Projekt engagiert oder den gemeinsamen Glauben lebt, es muss etwas Gemeinsames sein, das sie zusammen erleben. Gemeinsame Ziele und Projekte geben der Beziehung einen Sinn und sind ein wichtiges Bindeglied.

Rituale sind wichtig.

Ein Paar ist umso zufriedener, je mehr gute Rituale es in seine Beziehung einbaut. Es kann jeden Samstag ein ausgiebiger Brunch sein oder ein gemeinsamer Spaziergang am Abend.

Gegenseitige Dankbarkeit

Lenkt euren Blick wieder auf die eher unscheinbaren Vorkommnisse. War es nicht schön, dass der Partner dir die Decke gebracht hat? Oder wenn am Morgen schon die Kaffeemaschine angemacht wurde? Wenn es zwei Menschen gelingt, die kleinen Wohltaten des Anderen wahrzunehmen und anzuerkennen, sind sie mit ihrer Beziehung auf der sicheren Seite.

Es gibt keine wirkliche Entschuldigung dafür, dass man den Partner für selbstverständlich nimmt.

Qualitätszeit, Achtsamkeit und Dankbarkeit schützen vor dem Stress des Selbstverständlichen. Diese drei Dinge sorgen dafür, dass man den Partner immer mal wieder wie einen Fremden oder einen Freund betrachtet. Es führt dazu, dass man ihm wieder neugierig gegenübertritt und nicht wie jemanden behandelt, mit dem man zufällig die Wohnung teilt.

Eure Esther Lieberknecht